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Brot zum Gemüse

Sonntag, den 05.10.14

Gemüse mit Gemüse an Gemüse. Jeder, der sich mit fleischloser Ernährung auseinandersetzt, stößt früher oder später an die Grenzen der kulinarischen Vielfalt. So stand ich selbst einst

Gemüse mit Gemüse an Gemüse.
Jeder, der sich mit fleischloser Ernährung auseinandersetzt, stößt früher oder später an die Grenzen der kulinarischen Vielfalt. So stand ich selbst einst vor einer vegetarischen Menüplanung und suchte Lösungen. Keine Frage: Ich liebe Gemüse! Aber Gemüse in mehreren Gängen? Mir fehlten Texturunterschiede, Knuspereffekte, Biss - schlicht: was zu kauen.

Und dann fiel mein Blick wie zufällig auf das altbackene Graubrot im Kasten.
Brot kann alles!
Brot schmeckt, macht satt, lässt sich rösten, rollen, füllen, ist soft oder knusprig, füllt den Mund, muss gekaut werden und ist in großer Vielfalt zu haben.
Und obwohl ich mittlerweile auch auf weitere Zutaten zurückgreife, um diese Effekte zu erzielen, wie beispielsweise Nüsse, gepopptes Getreide oder knusprig gebratene Hülsenfrüchte, spielt Brot seit dieser Erkenntnis eine unverzichtbare Rolle in meiner meist fleischlosen Küche.

Aber eigentlich hätte ich einfach mal ein wenig in die Kochbücher vergangener Zeiten schauen müssen: Die Verwertung von Brotresten hat in der einfachen europäischen Küche schon immer eine große Rolle gespielt.
Wir kennen Brotsuppe, Semmelknödel, Brotsalat, arme Ritter oder Ofenschlupfer in vielen Variationen aus vielen Ländern. Immer preisgünstig, immer sättigend und weggeworfen musste auch nichts werden.
So brüste ich mich hier mit lang bekanntem, was soll's, es lohnt sich trotzdem!
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Ein wohlbekannter Klassiker der österreichischen Küche sind die im Urlaub so geliebten Kaspressknödel, eine Art Semmelknödelteig mit Stücken von Graukäse, zu flachen Fladen geformt und in der Pfanne gebacken.
Und weil Klassiker so altbewährt und köstlich sind, nehmen sie einem Variationen auch nie übel:
Mal mit Feta statt Graukäse oder mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen, Nüssen, oder wie hier mit Kräuterseitlingen im Teig, ganz passend zum Herbst, ergänzt durch einen Salat mit fruchtig-frischem Dressing. Der Condimento rosso von Byodo bildet einen herrlichen Kontrast zum erdigen Knödel.
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Aber auch als knusprige Beigabe eignet sich Brot bestens. Croutons müssen nicht immer nur in Salat oder Suppe! Allerweltsessen wie Gemüse mit weißer Sauce und Kartoffeln werden so mit einfachsten Mitteln aufgewertet und an Krankenhauskost denkt dabei niemand mehr!
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Wenn ich nun heute vorm Bäcker stehe, dann denke ich nicht mehr nur ans frische Brot zum Vesper, sondern auch gleich an die Reste und was sich daraus zaubern lässt.
Angst vor Brotresten?
Hab ich keine mehr!

Heike von Au schreibt wie sie kocht. Sinnig und sinnlich. Gerade heraus und schnörkelos.